Heftig ist der Winter über das Bundesland Tirol in der zweiten Dezemberwoche 2012 hereingebrochen. Wiederum werden Dutzende Lawinenabgänge zu Sucheinsätzen führen. Hierbei ist in den meisten Einsätzen das Österreichische Bundesheer mit seinen professionellen menschlichen und technischen Ressourcen zur Assistenz und Hilfe der zivilen Kräfte gefordert. Aber dieses Zusammenwirken des „Schutzes und der Hilfe“ der unterschiedlichsten Rettungsorganisationen muss im Vorhinein geübt werden.
So wurde auch der Lawineneinsatzzug der 3. Jägerkompanie des Jägerbataillons 23 aus Landeck mit der Bergrettung, der Bergwacht inklusive ihrer Hundestaffeln und der örtlichen Alpinpolizei in einer Lawineneinsatzübung am 15. Dezember 2012 in Galtür am Alpkogel gefordert.
Vizeleutnant Benedikt Reinstadler war der Übungsleiter am Alpkogel. Der erfahrene Heeresbergführergehilfe und Flugretter, war auch der Mann welcher für die Zusammenarbeit der militärischen mit den zivilen Einsatzkräften verantwortlich zeigt. An die 100 Männer und Frauen mussten am 15. Dezember im fiktiv angenommenen Einsatz, hoch über Galtür koordiniert werden. Reinstadler ist mit dem Abschluss der Übung äußerst zufrieden und meint:“ Verschiedene Organisationen müssen einfach üben um einen Erfolg nach einem Unglück zu verbuchen. Heute hat uns dieses Zusammenwirken wiederum gezeigt, dass diese gemeinsamen schulungsmäßigen Einsätze unbedingt notwendig sind.
Bericht: Militärkommando Tirol, Hubert Berger Fachoberinspektor - (Bilder Militärkommando Tirol, Hubert Berger Fachoberinspektor)
Die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht wurde am Montag in der Früh alarmiert. Kurz nach eintreffen der Hundeteams in Flirsch wurde der seit Sonntag vermisste Bürgermeister von Landeck "Engelbert Stenico" von einem Hubschrauber geortet, er konnte nur mehr tot geborgen werden.
Weitere Informationen findet Ihr im Online-Portal der Tiroler Tageszeitung unter: http://www.tt.com/Tirol/Bezirk/landeck.csp
Stephan Pixner - Staffelleiter und Hundeführer der Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht
Rettungshundetrainer in Ausbildung
Sir Aron vom Ronthaler Gütl (Labrador)
Prüfungen: BGH (1, 2), Fläche (A, B), Trümmer (A, B), Lawine (A, B)
Zusatzqualifikation:
K9-PRO-AUSTRIA einsatzfähig
best. IRO-Mannschaftswettbewerb (Fläche/Trümmer)
Tiroler Sieger 2012 (Fläche B)
Den Sieg beim Einsatzkräfte Teamwettbewerb 2012 – und damit einen Land Rover DISCOVERY 4 für ein ganzes Jahr – sicherten sich dabei Simon Mayer und Stephan Pixner von der Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht.
Kurzinfo zum Bewerb: Mehr als 300 Teams aus allen Blaulichtorganisationen des Landes haben sich zum härtesten Team-Bewerb auf und abseits der Straße angemeldet. 30 davon qualifizierten sich mit herausragenden Vorrunden-Leistungen für die heißbegehrten Plätze im großen Finale am 16. September. ( Quelle: http://www.ektw.at )
Rettungshundeprüfungen in Obernberg
Die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht veranstaltete über den RHVÖ (Rettungshundeverband Österreich) am 22. und 23. Oktober 2011 eine Rettungshundeprüfung gemäß IPO (Internationale Prüfungsordnung) in Obernberg. Teilnehmer aus ganz Tirol, sowie aus Niederösterreich und Südtirol nahmen mit ihren Suchhunden daran teil. Gesucht wurde in der Fläche ebenso wie auf Trümmern. Die Hundeteams mussten neben der Nasenarbeit auch ihre Geschicklichkeit in der Unterordnung und der Gewandtheit zeigen. Das Ergebnis der DiensthundeführerInnen der Tiroler Bergwacht mit ihren Einsatzhunden kann sich durchaus sehen lassen. Zwei Eignungsprüfungen Fläche, zwei Flächenprüfungen A, eine Flächenprüfung B, drei Eignungsprüfungen Trümmer, zwei Trümmerprüfungen A sowie zwei BH und eine BGH1-Prüfung wurden erfolgreich abgelegt.
Am Dienstagabend wurde die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht zu einem Sucheinsatz in Weerberg gerufen. Ein 63-jähriger Einheimischer aus Weerberg war am Dienstag, dem 26.07.2011 zur Schwammerlsuche aufgebrochen. Als er am Abend nicht nach Hause kam, schlugen die Angehörigen Alarm. Über 100 Rettungskräfte beteiligten sich an der Suche. Ein Spezialhubschrauber der Polizei Klagenfurt setzte zudem eine Wärmebildkamera ein.
HundeführerInnen der Bergrettung, des DRKs, des Samariterbundes und der Tiroler Bergwacht unterstützten die Suchmannschaften. Im Abstand von zehn Metern und in Rufweite kämmten die Helfer das gesamte Waldgebiet durch. Die HundeführerInnen suchten mit ihren Rettungshunden in einer sogenannten Kettensuche das teilweise sehr dicht bewachsene Gebiet ab. „Gerade bei Kettensuchen müssen die Hunde sozial gut verträglich sein, da sie sich immer wieder ins „Revier“ kommen“, so Stephan Pixner, Staffelleiter der Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht. „ Es ist aber eine sehr gute Möglichkeit ein großes Suchgebiet lückenlos abzusuchen. Das gemeinsame Training der Hundestaffel des Samariterbundes und der Tiroler Bergwacht hat somit schon gute Früchte getragen und einen reibungslosen Einsatz gewährleistet!“
Vom Freitag, dem 17. Juni 2011 bis zum Sonntag, dem 19. Juni 2011 suchte die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht nach einem vermissten Wanderer. Der bereits seit 4. Juni abgängige deutsche Weitwanderer wird im Gebiet zwischen Bettelwurfhütte (Karwendel - Halltal) und Lizumer Hütte (Tuxer Voralpen - Wattener Lizum) vermutet. Um das Suchgebiet ein wenig eingrenzen zu können unterstützten am Sonntag zwei Mantrailer-Teams des Samariterbundes die insgesamt sieben Diensthunde der Tiroler Bergwacht mit ihren HundeführerInnen. Trotz der widrigen Wetterbedingungen wurde sowohl der Zustieg zur Bettelwurfhütte und Teile des Halltales als auch das Gebiet rund um den Gipfel des Glungezers abgesucht. Die vermisste Person konnte leider noch nicht gefunden werden. Deshalb wird die Suche fortgesetzt, sobald sich die alpinen Bedingungen verbessert haben.
Dieser Sucheinsatz hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit der beiden Hundestaffeln (Samariterbund - Bergwacht) sehr gut funktioniert und auch in Zukunft forciert werden sollte.
Die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht möchte sich auf diesem Weg noch einmal recht herzlich bei der Polizei Hall und der Hundestaffel des Samariterbundes Tirol für die professionelle Kooperation bedanken!
Die Tiroler Bergwacht ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und stellt seit Jahren eine Such- und Rettungshundestaffel, welche direkt dem Landesleiter unterstellt ist. Bei Katastrophen, Unglücksfällen und Suchaktionen wird die Diensthundestaffel der Tiroler Bergwacht eingesetzt (§11 Abs. 2 TBWG)
RettungshundeführerInnen müssen mit ihren Rettungshunden eine zweijährige Ausbildung durchlaufen. Innerhalb dieser Zeit muss das Hundeteam (Mensch-Hund) eine internationale Rettungshundeprüfung erfolgreich ablegen.
Danach werden die Diensthunde der Tiroler Bergwacht in regelmäßigen Abständen sowohl intern, als auch extern durch internationale Prüfungen in allen Sparten (Lawine, Fläche und Trümmer) auf ihre Einsatzfähigkeit überprüft.
Website: http://hundestaffel.tbw.gv.at/